Sonntag, 29. Mai 2016


Rezension "Black Rabbit Hall" von Eve Chase





Titel: Black Rabbit Hall

Autor/ in: Eve Chase

Seiten: 411

ISBN: 978-3-7645-0560-8

Preis: HC 19,99€ , Ebook 15,99€

Verlag: Blanvalet




Klappentext:



Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert ...


Amber Alton weiß, dass die Stunden auf Black Rabbit Hall, dem Sommersitz ihrer Familie, anders vergehen, ihren eigenen Takt haben. Es ist ruhig und idyllisch. Bis zu einem stürmischen Abend 1968. Vereint durch eine unfassbare Tragödie, müssen sich die vier Alton-Geschwister mehr denn je aufeinander verlassen. Doch schon bald wird diese Verbundenheit auf eine harte Probe gestellt.

Jahrzehnte später fahren Lorna Smith und ihr Verlobter Jon auf der Suche nach einem Ort für ihre Hochzeitsfeier durch die wilde Landschaft Cornwalls – und stoßen auf ein altes, leicht verfallenes, aber wunderschönes Haus. Ein Haus, das Lorna nach und nach seine schönsten Geschichten und traurigsten Momente verrät ...





Zur Autorin:


Eve Chase (Autorin)


Eve Chase wollte schon immer über Familien schreiben – solche, die fast untergehen aber irgendwie doch überleben – und über große, alte Häuser, in denen Familiengeheimnisse und nicht erzählte Geschichten in den bröckelnden Steinmauern weiterleben. Black Rabbit Hall ist so eine Geschichte.

Eve Chase ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Oxfordshire






Meinung:



" Ich weiß plötzlich, dass ich mich immer an diesen Moment erinnern werde, wie ich da in meinem zu engen zitronengelben Kleid in der Eingangshalle stehe. Das es sich wie der Anfang von etwas Anfühlt, das noch passieren wird."



Mit "Black Rabbit Hall" hat Eve Chase eine grandiose Familiengeschichte mit viel Spannung und Gefühl erschaffen.

Das Cover hat mich von beginn an sehr angesprochen. Aussen ziert- auf dem milchigen Pergament Umschlag- eine schwarze mit Gold verzierte Schrift den Schutzumschlag, während man auf dem Buch selbst das Anwesen der Familie Alton hindurchscheinen sieht, auf welchem die Haupthandlung des Buches spielt.

In dem Werk gibt es zwei Hauptprotagonisten. Zum einen Amber, welche wir direkt zu beginn des Buches im Prolog kennenlernen, welcher im Jahre 1969 spielt. Und zum anderen Lorna, derer Handlung mehr als drei Jahrzehnte später spielt.

Durch das gesamte Buch (bis auf den Epilog, welcher aus Nancy´s Sicht erzählt, die Ambers Mutter ist) begleitet uns ein stätiger Perspektiven- und Jahreswechsel zwischen Amber und Lorna.

Die einzelnen Figuren in dem Roman sind sehr verschieden und absolut Reich an Charakter und man findet sich unter Garantie in dem einen oder anderen wieder.

Die beschreibung der Landschaft und der Charaktere ist sehr Bildhaft gestaltet und ausgeschmückt, ohne dabei überlagert zu wirken und der gesamte Schreibstil ist sehr flüssig und einfach zu Verstehen.

Jeder einzelne Abschnitt endet mit einem kleinen aber feinen Cliffhanger, der einen dazu veranlasst weiterlesen zu wollen.

Das gesamte Werk bleibt bis auf kleine zu lang gezogene Ausnahmen sehr spanned und hält die ein oder andere Wendung und Überraschung für den Leser bereit.

Das Buch schließt mit einem nicht zu erwartendem und leicht undurchsichtgem Ende ab und hinterlässt Garantierte Spuren.



"Ich habe das Gefühl, dass die Dinge Gestalt annehmen, auch wenn ich diese Gestalt noch nicht erkennen kann."


 

Fazit:



Black Rabbit Hall ist einer der gelungensten und spannensten Romane, die ich je gelesen habe.Es konnte mich trotz der kleinen, unnötig in die Länge gezogenen, Momente vollends Überzeugen.

Vom Anfang bis zum Ende wird die Spannung aufrecht erhalten und man kann sich absolut in die Charaktere hinein versetzen.

Ich Persönlich finde die Detaills rund um die eigentliche Geschichte sehr gelungen und kann dieses Buch jedem Empfehlen, der gerne Spannung, Liebe, und auch einen hauch Mysteriösen Durcheinanders, sowie tiefe Trauer und starke Gefühle in einem wunderbaren Werk vereint hätte.

Dienstag, 24. Mai 2016

Rezension: Bound to You - Providence Jamie McGuire

Jamie McGuire – Bound to you – Providence

Autor/in: Jamie McGuire
Verlag: PIPER
Genre: Fantasy Roman
Preis: Print 9,99€
Seiten: 464
Link: https://www.piper.de/buecher/bound-to-you-isbn-978-3-492-28077-8



Klappentext:

Es scheint Schicksal zu sein: Im Moment größter Trauer lernt die Studentin Nina Jared kennen. Er sieht git aus, ist charmant – und ein Mysterium.
Denn obwohl er ihre Nähe sucht , entzieht er sich ihr wieder und wieder. Als Nina von einem unheimlichen Verfolger bedrängt wird, muss sie schließlich einsehen: Jared ist weder das einzige, noch das gefährlichste Geheimnis in ihrem Leben...


Meine Meinung:

Ein absolut gelungener Auftakt einer scheinbar großartigen neuen Reihe.
Jamie McGuire schickt uns in eine charmante kleine Welt voller Liebe, Freundschaft und intrigen.
Nina ist ein ganz normales Mädchen, welches einen engen Freundeskreis hat, studiert und in der kleinen Stadt Providence lebt.
In der Zeit der größten Trauer lernt sie Jared, einen sehr attraktiven jungen Mann kennen, zu dem sie sich von Anfang an auf eine gewisse Art und Weise hingezogen fühlt.
Dieser birgt jedoch ein großes Geheimnis, welches er ihr anvertrauen muss, damit sie ihm vertrauen kann.
Denn wie kann es sein, dass er alles über sie weiß, sie ihn jedoch kaum kennt und er sich ihr gegenüber auch nicht öffnet? Wieso ist Ihre Mutter so gegen diese Verbindung und warum kann Ryan es einfach nicht akzeptieren, dass ihr Herz Jared gehört?
Nina und Jared scheinen wie geschaffen füreinander und man hat das Gefühl sie gehören einfach zusammen!
Ich kämpfe gegen Himmel und Hölle und alles, was dazwischen liegt, um mit dir zusammen zu bleiben“
Und genau das tun Sie...
Denn nach dem Tod ihres Vaters deckt Nina dunkle Geheimnisse auf, die sie in größte Gefahr bringen und um da hinaus zu kommen braucht sie Himmlische unterstützung...




Mein Fazit:

Das Werk ist eine gelungene Mischung aus Krimi, Roman und Fantasy Geschichte.
Die Charaktere in dem Buch sind sehr authentisch und die Autorin hat einem jeden von Ihnen absolutes Leben und Charakter eingehaucht, was ich persönlich erstklassig finde, da man sich dadurch schneller und besser in die Geschichte einfügen konnte.
Der Schreibstil ist flüssig, fesselnd und schmückt an genau den richtigen Stellen aus.
Für mich war es ein absolutes Lesevergnügen, auch wenn es stellenweise etwas langatmig war und eines der bisherigen Highlights dieses Jahr.
Eine feine Mischung aus Liebe, Freundschaft, Feuer und Leidenschaft mit einem Hauch Krimi.

Montag, 16. Mai 2016

Rezension: Maria Turtschaninoff - Maresi

Maresi – Das Lied der Insel
Maria Turtschaninoff

Autor: Maria Turtschaninoff
Verlag: Heyne
Preis: 12,99€ Print Version und 9,99€ Ebook
Seiten: 240

Klappentext:

Mein Name ist Maresi Enresdotter, und ich zeichne dies im neunzehnten Leitungsjahr der zweiunddreizigsten Mutter auf.
Seit vier Jahren lebe ich hier im Roten Kloster. Schwester O sagt, es sei wichtig, dass gerade ich niederschreibe, was sich zugetragen hat. Ich sei dabei gewesen. Auf Berichte aus zweiter Hand sei kein Verlass. Es ist noch nicht viel Zeit vergangen, und auch die Dinge, die ich gerne vergessen würde, stehen mir noch frisch im Gedächtnis. Über den Tod zu schreiben ist schwer. Doch nur weil etwas schwer ist, heisst es noch lange nicht, dass ich es unterlassen darf...“



Meine Meinung:

Marie Turtschaninoff entführt uns mit diesem Roman in die Welt von Maresi, die auf der Insel Menos lebt.
Menos ist eine Insel, auf der ausschließlich Frauen leben. Frauen, die geflüchtet sind, Frauen die lernen wollen, was in vielen Teilen der Welt nicht gestattet ist, Frauen, die schon einiges hinter sich haben.
Maresi ist eine von Ihnen. In Ihren jungen Jahren musste sie schon viel, sowohl positives als auch negatives, erleben.
Wir begleiten sie von Anfang an dabei, denn in dem Buch erzählt sie uns Ihre persönliche Geschichte. Nicht arg verschnörkelt oder verschönt, sondern genau so wie es ist, wie sie auch am Anfang klarstellt. Wir wachsen mit Ihr zusammen von einem jungen Mädchen zu einer tapferen jungen Frau heran.

„Ich bin keine Geschichtenerzählerin. Noch nicht. Wenn ich aber warte, bis ich eine sein werde und die Ereignisse so aufzeichnen kann, wie sie erzählt werden müssen, habe ich sie vergessen.“

Maresi- Das Lied der Insel ist ein Roman, der uns viel über die wichtigsten Dinge im Leben vermittelt. Freundschaft, Mut, Liebe, Respekt und Ehrlichkeit.
Es gibt einige wichtige Charaktere neben Maresi. Da wären z.B. Jai und Schwester O, zu denen von Anfang an eine besondere Bindung besteht.
Durch einen Zwischenfall im Roten Kloster, der mit Jai´s Vergangenheit zusammenhängt, werden Maresi und Jai dazu gebracht, weit über sich hinauszuwachsen und eine große Verantwortung zu übernehmen.




Mein Fazit:

Maria Turtschaninoff hat mit „Das Lied der Insel“ einen Roman geschaffen, der zum Nachdenken über die klassische Rollenverteilung und die mitgebrachten Probleme und Missstände anregt, ohne diese zu sehr auszuschmücken, sondern sich auf die Protagonisten dieser Geschichte bezieht.
Es braucht nicht immer High Fantasy mit viel Rambazamba , um gut zu sein!
Hier bewegen wir uns in einem ganz kleinen Rahmen, auch was die Seitenzahl angeht, der aber mächtig was vermittelt. Ich wusste erst nicht, was ich von dem Buch halten soll, da mir doch etwas die Höhen und Tiefen gefehlt haben, was sich aber schnell relativiert hat, sodass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Ich kann es nur Empfehlen!
Und auch jetzt, 4 Tage nach Beendigung des Buches denke ich noch viel über diese Botschaft nach.

Sonntag, 15. Mai 2016